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Die richtigen Redirects verwenden: Sind 301 Weiterleitungen immer die beste Wahl?

Die richtigen Redirects verwenden: Sind 301 Weiterleitungen immer die beste Wahl?

“Richtige” Weiterleitungen und vor allem Weiterleitungsketten sind seit jeher ein ständiger Diskussions- bzw. Reibungspunkt zwischen Inhouse-SEO’s und der jeweiligen IT-Abteilung. Dies hat sich bis heute teilweise nicht verändert. Diskussionen zu Fragen wie „Was ist wofür der richtige Statuscode?“, „Wann ist eine Weiterleitung überhaupt sinnvoll?“ und „Warum sollten Weiterleitungsketten denn möglichst vermieden werden?“ haben viele der erfahrenen SEO’s schon x-mal selbst führen müssen. Für viele Einsteiger im Bereich SEO sind das hingegen Böhmische Dörfer. Ein Beispiel: Wenn man eine Seite crawlt und in den Ergebnissen dann so etwas findet wie…

… bin ich mir sicher, dass es keinen da draußen gibt, der denkt, dass das “ok” ist. Kurz zur Erklärung: Der Chart stammt aus einem Website-Crawl (via DeepCrawl) und besagt, dass bei diesem Crawl über 311.000 intern verlinkte Weiterleitungen gefunden wurden, von denen wiederum gute 22.000 URLs keinen 301 Statuscode haben.

Da auch wir diese Diskussion nur zu gut kennen und selbige nicht selten führen, haben wir uns gedacht, dass ein kleiner Artikel zu diesem Thema nicht schaden kann. Denn nicht selten nutzen Technies in einer Diskussion auch die „Unsicherheit“ bei den Marketern auf einem technischen Gebiet aus, um etwaige Anpassungswünsche zu verhindern – nicht selten auch deshalb, weil das aus „Ressourcen-Sicht“ viel zu aufwändig sei.

Was allerdings bei dieser Thematik im Vordergrund stehen sollte, ist, dass durch die falschen Weiterleitungen an der falschen Stelle oder aber durch zu viele Weiterleitungen hintereinander, das Ranking-Potenzial deutlich beeinträchtigt wird. Und das ist im Endeffekt nicht im Sinne des Erfinders.

Welche Weiterleitungs-Codes kennt ihr?

Der geneigte SEO würde (fast) zu Recht sagen „Es gibt nur 301er;-) – aber jetzt mal im Ernst: Wer von euch kennt noch weitere? Klar, 302 und 303 kennen viele, vielleicht auch noch 307, aber wenn über Unterschiede von Header-Weiterleitungen oder JavaScript-Weiterleitungen vs. Meta-Refreshes gesprochen wird, steigt bei vielen dann doch etwas Unsicherheit auf. Daher unsere Empfehlung an dieser Stelle: Macht euch mit diesen Dingen vertraut, bevor ihr in eine Diskussion geht.

Warum zählt im SEO (fast) nur die „301“?

Wie eingangs erwähnt, sagt man ja im SEO immer: „Es gibt nur die 301 Weiterleitung”. Der einfache Grund hierfür ist nach wie vor, dass es der einzige Weiterleitungs-Code ist, der die Linkkraft von einer URL auf eine andere vererbt. Nutzt man also keinen 301 Weiterleitungs-Code, sondern bspw. eine temporäre 302 (Found-) Weiterleitung, so verschwendet, respektive vernichtet man die existierende Linkkraft einer möglicherweise alten und Trust-reichen URL. Außerdem verschlechtert sich dadurch von Beginn an das Rankingpotential der neuen URL. Dennoch vererbt eine 301 Weiterleitung auch nicht zu 100% die existierende Linkkraft. Jede Weiterleitung liegt, genauso wie jedem Link, ein „Dämpfungsfaktor“ zu Grunde (http://pa.ag/1Jaxkwr). Dennoch ist die 301-Weiterleitung des SEO’s „erste Wahl“.

Weiterleitungsketten: Was ist das Problem?

Schon 2010 hat Matt Cutts in einem Video (http://pa.ag/1DyfaNd) sehr deutlich gesagt, dass die reine Anzahl an einzelnen Weiterleitungen nicht das entscheidende Problem ist, sondern vielmehr deren Aneinanderreihung. Google ist nicht bereit, eine Weiterleitungskette über eine gewisse Anzahl an Weiterleitungen zu folgen. Im Video von damals sagt Cutts klar, dass die Chancen „nahezu null“ sind, dass Google einer Weiterleitungskette von 4-5 aneinandergereihten Weiterleitungen folgt. Dies ist sicherlich ein Grund, warum eine entsprechende Weiterleitungskette nicht existieren sollte. Oder wie es Matt “sagen” würde:

Wenn ihr an eurem Portal oder bei Audits solche Ketten entdeckt, versucht sie definitiv aufzulösen. Wie eine solche Weiterleitungskette aussehen kann, zeigt folgendes Negativbeispiel: (Disclaimer: Wir haben kein Beratungsmandat für den vogtland-anzeiger.de oder sonst noch irgendeine Verbindung zu dem Betreiber der Seite. Das Beispiel ist völlig willkürlich gewählt.)

Eine solche Kette ist in jedem Fall ineffizient und ist demnach besser aufzulösen. Schaut also, dass ihr immer direkt zur eigentlichen Destination verlinkt und etwaige Zwischenschritte komplett auflöst.

Doch was ist mit Weiterleitungsketten von 2 bis 3 Weiterleitungen – sind die dann doch noch „ok“? Aufgrund dessen, dass eine 301-Weiterleitung eben einen gewissen „Dämpfungsfaktor“ hat, verstärkt sich dieser Effekt natürlich, wenn mehrere Weiterleitungen aufeinander folgen. Folge: Bei einer Weiterleitungskette wird weniger Linkkraft vererbt als bei einer einzigen Weiterleitung. Daher: Reduziert Weiterleitungsketten, auch wenn sie mit 301ern erfolgen, so gut es geht! Sie sind auch aus Crawling Sicht ineffizient.

Ein weiterer Grund – ganz unabhängig von der Linkkraft-Thematik – der hier natürlich auch mit hineinspielt, ist die Ladegeschwindigkeit. Da jede zusätzliche Weiterleitung Zeit kostet und dies – mal unabhängig vom Crawler – auch den User ziemlich frustrieren kann, wenn eine Seite (vor allem mobil) langsam lädt, sollten Weiterleitungsketten ebenso vermieden werden. Haltet daher eure Domains immer schön von Weiterleitunsgketten frei, um eine maximale Performance zu erzielen.

Immer nur 301?

Wie nun schon mehrfach angeklungen, gibt es die Aussage, es gäbe im SEO immer nur die 301 Weiterleitung. Aber ist das denn so richtig? Gelegentlich findet man auf SEO-Blogs sogar „Warnungen“, nichts anderes als eine 301 Weiterleitung zu nutzen. Dabei gibt es zumindest ein paar Spezialfälle, von denen wir an dieser Stelle drei kurz ansprechen möchten.

Weiterleitungen bei mobile-Webseiten-Version
Spricht man immer davon, dass für SEOs stets nur die 301 Weiterleitung existiert, so gibt es doch mindestens einen Fall, in dem dies so „nicht ganz korrekt“ ist. Dies gilt für den Fall der automatischen Weiterleitung auf eine mobile Webseiten-Version, bspw. auf eine m.beispiel.com, denn hier ist zumindest eine Wahlmöglichkeit seitens Google gegeben, die wir nicht unterschlagen möchten. Hat man bspw. eine beispiel.com Domain, die beim Aufruf mit einem mobilen Gerät auf eine mobile Version weiterleitet, gibt es seitens Google zumindest die Wahlmöglichkeit, diese erste Weiterleitung mit einer 302-Weiterleitung vorzunehmen. Zitat Google (Quelle: http://pa.ag/1JqUcEo):

Hierbei spielt es keine Rolle, ob der Server die Weiterleitung mit dem HTTP-Statuscode 301 oder 302 ausführt. Es wird aber empfohlen, nach Möglichkeit den Code 302 zu verwenden.
 
Weiterleitungen Sprachweiche
Ein weiterer Fall, wo eine 301 Weiterleitung ggf. nicht der beste Weg ist, ist bei automatischen Sprachweichen, bspw. auf Verzeichnissen. Für eine funktionierende Sprachweiche via Geo-Redirects ist es wichtig, dass nach der Root-Domain – in unserem Falle www.beispiel.com – eine 302 Weiterleitung auf die Geo-Location – in unserem Falle www.beispiel.com/de/ – genutzt wird, da ansonsten die Gefahr besteht, dass Proxies die Weiterleitung cachen und sie somit „nicht richtig“ funktionieren würde. Der Guardian nimmt hier aktuell default sogar einen 303er-Statuscode und beim Switchen der Länderversion eine 302.

301-Weiterleitungen von Penalty behafteten URLs
Abschließend noch folgender Punkt. Wie sich einige noch erinnern werden, war die 301-Weiterleitung eine Zeit lang eine beliebte und gut funktionierende Möglichkeit, eine manuelle Maßnahme seitens Google „auszuhebeln“. Hatte man bspw. eine Penalty auf einer URL/Domain, so wurde einfach eine neue URL/Domain zum gleichen Thema veröffentlicht, und eine 301-Weiterleitung von der alten, penaltybehafteten URL, auf die neue URL eingerichtet. Die Folge war, dass die Linkkraft weitervererbt wurde; die Penalty jedoch nicht. Die neue URL stieg meist genau dort ein, wo die alte war und das „Problem“ war zumindest temporär behoben.

Dies hat natürlich auch Google irgendwann mitbekommen und es dauerte ein bisschen bis es schließlich die Aussage gab, dass auch Penalties mit einer 301-Weiterleitung weitervererbt (http://pa.ag/1aPpRE2) bzw. sie sogar ganz ohne Weiterleitungen vererbt werden können. Dass dies auch bei Cross-Domain funktioniert, wurde durch einige Tests dann auch schnell klar. Daher soll hier für diejenigen, die diese Historie nicht kennen oder nur von dem „Mythos“ gehört haben, erwähnt sein, dass das Vorgehen, eine mit einer Penalty belegten URL einfach weiterzuleiten, nicht so einfach mehr angewendet werden sollte. Hat bspw. eine Domain eine manuelle Maßnahme, z.B. aufgrund schlechter Links, sollte diese auch behoben und das Linkprofil aufgeräumt werden, bevor die URL weitergeleitet wird.

So, soweit erst einmal zum Thema Weiterleitungen und Weiterleitungsketten. Ich hoffe, ihr konntet etwas für euch herausziehen.

Über

Andor Palau verantwortet als Head of SEO bei der Peak Ace AG die Bereiche SEO Consulting und Linkmarketing. Er war vorher u.a. für TopTarif, eines der großen Online-Tarifvergleichsportale für Strom, Gas, Kfz, DSL, Finanzen & Versicherungen tätig und verantwortet dort die Umsetzung der technischen und strategischen SEO-Maßnahmen. Sein Ziel bei der Peak Ace AG ist es, gemeinsam mit seinem Team, die Webseiten der Kunden so zu optimieren, dass sie in der organischen Suche optimale Platzierungen in ihren Branchen erreichen. Andor ist regelmäßig auf Konferenzen zu finden und nutzt das aktive Netzwerken, um bezüglich der neusten Entwicklungen im Bereich Suchmaschinenoptimierung auf dem aktuellsten Stand zu bleiben.

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