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Recap Content-Marketing-Day auf der Campixx 2016

Recap Content-Marketing-Day auf der Campixx 2016

Vergangene Woche haben sich wieder zahlreiche deutschsprachige Speaker und „Spiritr“ zur Campixx in Berlin am schönen und entlegenen Müggelsee versammelt. Beim Content-Marketing-Day am 11. März drehte sich alles um starke Markenstrategien, die Arbeit mit Influencern und wie man den richtigen Nerv der Zielgruppe trifft.

In verschiedenen Workshops erklärten Experten, was gutes Content-Marketing ausmacht, zeigten Best-Practices auf und schlugen dabei nicht selten eine Brücke zum SEO, das teilweise eng mit dem Content-Marketing verwoben ist.

Wir haben Sessions aus verschiedenen Teilbereichen, wie dem Influencer Marketing mit Bloggern und Redakteuren, der richtigen Zielgruppenanalyse und dem Content-Seeding besucht und die wichtigsten Takeaways für euch zusammengefasst. Viel Spaß beim Lesen!

 

Content Marketing mit Influencern

Den Start machte Florian Hieß und sprach über die Zusammenarbeit und die richtige Ansprache von Bloggern. Der Digital Performance Stratege erklärte, dass eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Influencern nur zustande kommen kann, wenn man sich mit dem Thema und der Zielgruppe auseinandersetzt.

Dabei ist es wichtig zu beobachten, in welchem Umfeld sich die Influencer bewegen und wie sie mit ihrer Community interagieren. Das Screening der Influencer auf verschiedenen Kanälen, wie Facebook oder Instagram, hilft dabei nicht nur gezielt auf die Blogger einzugehen, sondern auch gekaufte Follower zu enttarnen.

Beim Bloggeranschreiben macht dann der Ton die Musik. Neben einer individuellen Ansprache ist es bei jeder Kooperation wichtig, dass die Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit genau abgesteckt werden – also was genau sollen die Kooperationspartner leisten und was erhalten sie im Gegenzug (einige Beispiele dazu finden sich in den Slides von Florian).

Florian betont außerdem, wie wichtig es ist, zum Schluss einer jeden Kampagne zu rekapitulieren, was gut und was schlecht gelaufen ist. Auf dieser Basis kann eine Strategie für die nächste Kampagne entwickelt werden.

 

Wie du guten Content erfolgreich Journalisten pitcht

Beim nächsten Vortrag wurde es richtig spannend. Lars Budde, ehemals Redakteur und nun Online-Marketer bei t3n, plauderte aus dem Nähkästchen der Tech-Journalisten. Wer wünscht es sich nicht, ein Content-Piece in hochwertigen Online-Magazinen platzieren zu können? Lars erklärt, wie ihr zwischen den vielen Mails, die täglich bei den Redakteuren eintrudeln, Beachtung findet.

Um dies zu schaffen, muss man zunächst verstehen, wie ein Redakteur so tickt, deshalb gibt Lars Nachhilfe beim Journalisten-101:

  • Redakteure müssen sich über längere Zeit auf ein Thema konzentrieren und möchten dabei nicht gestört werden.
  • Häufig sitzen sie im Großraumbüro, in dem sie nicht telefonieren möchten, um andere Kollegen nicht zu stören, die Ansprache sollte deshalb per Mail erfolgen.
  • Es lohnt sich, Redakteure frühzeitig über anstehende Projekte zu informieren und sie bestenfalls mit einzubeziehen.
  • Die beliebtesten Content-Formate sind die, die für den Redakteur möglich wenig Bearbeitung erfordern und dabei trotzdem einen Mehrwert bieten. Beliebt sind Formate, wie Infografiken oder E-Books.

Möchte man dem Journalisten ein Thema anbieten, sollte man sich am besten kurzfassen. Der Profit sollte für den Redakteur schnell und klar erkennbar sein. Ein aussagekräftiger Betreff und zwei bis drei Sätze mit den wichtigsten Informationen genügen schon, alles andere gehört in den Anhang. Lange Mails mit Pressemeldungen dagegen erschlagen den Redakteur und landen meist im Papierkorb.

Gastartikel gerne, aber nur mit Absprache

Auch Gastartikel sind bei t3n ein beliebtes Format. Keinesfalls sollte man dem Redakteur jedoch einen fertigen Artikel vor die Füße werfen. Dieser sollte nach einer vorherigen Anfrage mit dem Redakteur des jeweiligen Ressorts abgesprochen werden, was Inhalt und Ziel angeht. Dabei sind vor allem eine reibungslose Kommunikation und das Einhalten von Deadlines seitens des Gastautors entscheidend. Über kleinere Qualitätsmängel kann der Redakteur dann auch mal hinwegsehen.

„Haben Sie meine Mail erhalten?“ – absolutes No-Go!

Einen wichtigen Rat gibt Lars allen PR-lern mit auf den Weg: Einen Journalisten bei t3n zu fragen, ob er eine Mail erhalten hat, ist ein absolutes No-Go. Denn wenn die Mail tatsächlich auf diesem Weg schon aussortiert wurde, macht es auch keinen Sinn, es ein zweites Mal per Mail zu versuchen. Vielmehr sollte man den Redakteur über einen anderen Kommunikationskanal, wie Twitter oder Facebook (falls hier schon ein Kontakt besteht) ansprechen.

Den Kontakt zum Journalisten halten

„Persönliche Kontakte sind immer noch der beste Türöffner“, so Lars. Ist der Kontakt einmal hergestellt, lohnt es sich den Journalisten ab und zu mit Insights zu versorgen. Dies geht auch kurz und bündig über Twitter, beispielsweise durch einen Hinweis auf eine neue Konferenz oder ein neues Tool.

 

Content Marketing Zielgruppenworkshop

In seinem Team bei Projekter arbeitet André Jontza stark mit der Analyse von Zielgruppen und der Erstellung von entsprechenden Personas. In seinem Vortrag stellte er Kreativmethoden vor, die dabei helfen sollen, ein genaues Bild von den Bedürfnissen der Zielgruppe zu erhalten und basierend darauf passende Content-Ideen zu erstellen.

Als erste Kreativmethode führte André die „Limbic Map“ auf. Diese soll helfen, die Werte der Zielgruppe zu ermitteln und macht ihre unterschiedlichen Motive und Emotionen deutlich. Informationen über die Zielgruppe können hier entweder über Social-Media-Monitoring, über Studien oder, falls vorhanden, vom Kunden bezogen werden. Die 10 wichtigsten Merkmale werden in der Limbischen Map eingeordnet. Daraus kann man schließen, welchen Content die Zielgruppe favorisiert.

Als zweite Kreativmethode stelle André die „Empathy Map“ vor, die Einblicke in die Entscheidungswelt der Zielgruppe geben soll. Hierbei versucht sich der Marketer, in den Alltag oder in eine bestimmte Problemstellung der Zielgruppe hineinzuversetzen. Dies kann jedoch nur gelingen, wenn man entweder mit einem Vertreter aus der Zielgruppe selbst zusammenarbeitet oder auf Informationen des Unternehmens zurückgreifen kann, welches sich bereits detailliert mit der Zielgruppe auseinandergesetzt hat.

Die von André vorgestellten Kreativmethoden werden bereits in anderen Bereichen eingesetzt, können jedoch auch gut im Content-Marketing angewandt werden. Die Analyse erfordert dabei viel Zeit. André enthüllt, dass sein Team mitunter mehrere Tage mit Zielgruppen-Workshops verbringt, um die Personas möglichst genau auszuarbeiten.

 

Seeding: Daten, Zahlen und Fakten

Angeregte Diskussionen rund ums Content-Seeding gab es in dem Vortrag von Fionn Kientzler. Basierend auf Ergebnissen von 300 umgesetzten Seeding-Kampagnen, stellte Fionn vor, welche Maßnahmen besonders gut funktionierten und welche nicht. Die wichtigsten Erkenntnisse waren dabei:

  • Klassische Pressemitteilungen eignen sich eher für Printmedien, Online-Medien sollte der Content in verschiedenen Formaten angeboten werden.
  • Die Kontaktaufnahme per Telefon hat sich als die effektivste herausgestellt, wenn man Magazine und Organisationen ansprechen möchte.
  • Nachfassen lohnt sich, teilweise wurden in den Kampagnen bis zu 5 Kontaktaufnahmen unternommen.
  • Beim Seeding muss der Content zwar nah am Produkt sein, viel wichtiger ist es jedoch, nah am Multiplikator zu sein.
  • Selbst wenn man kein Experte auf dem jeweiligen Gebiet ist, kann man mit Charme und der richtigen Stimmlage am Telefon punkten.

Gerade die Anzahl der Kontaktversuche und auch die Kontaktaufnahme per Telefon sorgten für ordentlichen Gesprächsstoff bei den Zuhörern. Hier muss sicherlich immer Rücksicht auf das Zielmedium genommen werden.

 

Alles in allem:

Auch wenn die Themen in einigen Sessions sehr allgemein umrissen wurden und eher an der Oberfläche gekratzt haben, so ließen sich doch hier und da einige gute Insights mitnehmen. Da Content-Marketing für viele Unternehmen immer noch eine recht neue Disziplin darstellt, ist gerade deshalb der Austausch mit Kollegen aus anderen Teildisziplinen des Online-Marketings sehr wichtig. Hier wird deutlich, wie viele verschiedene Ansätze es beim Content-Marketing gibt. Dafür bietet die Campixx mit ihren verschiedenen Thementagen einen optimalen Raum. Neben den Diskussionen in den Sessions, bot sich vor allem in den extra dafür angelegten Pausen immer wieder die Gelegenheit für gute Gespräche und Networks.

Meine Kollegin Nihal war am Wochenende bei dem SEO-Thementagen der Campixx unterwegs. Auch sie hat die wichtigsten Infos für euch in einem Recap zusammengefasst.

 

Hier findet ihr noch weitere Recaps vom Content-Marketing-Day: